WOHN(T)RAUM · FORSCHUNG UND BILDUNG · MITGLIEDERBEREICH

Forschungsprojekt Österreich

Natürlich Denken – Wege aus dem Nebel

Wie können Geldkreisläufe ein gutes Leben, öffentliche Aufgaben und einen sorgsamen Umgang mit unserer Umwelt ermöglichen? Unser Verein untersucht diese Frage anhand von Geschichte, Daten und nachvollziehbaren Berechnungen in Euro.

Worum geht es?

Geld verbindet unsere tägliche Arbeit mit dem, was wir zum Leben brauchen. Das Forschungsprojekt von Wohn(T)Raum – Forschungs- und Bildungsinstitut für WohnKultur und LebensRaum untersucht, wie dieser Kreislauf gestaltet werden kann, damit er den Menschen dient.

Im Mittelpunkt stehen Österreich, die Jahre 2022 bis 2025, öffentliche Ausgaben einschließlich Pensionen, Sozialleistungen und Zinsen sowie ein zusätzliches Grundeinkommen. Die Untersuchung und ihre Berechnungen werden in Euro dargestellt.

Unser Leitgedanke: Geld darf niemals als Waffe zur Verhaltenskontrolle missbraucht werden!

Unsere Forschungsfragen

  • Welche Geldbewegungen finden in Österreich statt, und wie werden sie erfasst?
  • Welche Ergebnisse liefert ein Gemeinschaftsrückfluss von 10 Prozent auf die jeweils festgelegte Zahlungsbasis?
  • Wie lassen sich öffentliche Aufgaben und ein zusätzliches Grundeinkommen gemeinsam in einer Rechnung darstellen?
  • Wie unterscheiden sich Wirtschaftsleistung, Zahlungsvolumen und tatsächlich verfügbare öffentliche Einnahmen?
  • Wie können Freiheit, Bargeld, Menschenwürde und ein nachhaltiger Lebensraum gestärkt werden?

So wird gerechnet

Eine verständliche Rechnung beginnt mit klaren Angaben: für welches Jahr, mit welchen Daten und auf welcher Grundlage gerechnet wird. Für jedes untersuchte Jahr werden die verwendeten Quellen, Ausgaben, Zinsen, der angesetzte Grundeinkommensbedarf und die Rechenschritte getrennt ausgewiesen.

Der Modellansatz lautet: Gemeinschaftsrückfluss = 10 Prozent × erfasste Zahlungsbasis. Anschließend werden Aufkommen und angesetzte Ausgaben gegenübergestellt. Jede Zahlung und jeder Rückfluss werden genau einmal berücksichtigt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beschreibt die in einem Jahr geschaffene Wirtschaftsleistung. Das Zahlungsvolumen beschreibt Geldbewegungen. Beide Größen werden getrennt betrachtet. Eine Differenz zwischen BIP und Staatsausgaben ist ein Größenvergleich; ein Finanzierungssaldo wird aus den angesetzten Einnahmen und Ausgaben berechnet.

Eine Ampel macht den jeweiligen Rechenstand sichtbar: Grün für einen positiven Saldo, Gelb für einen ausgeglichenen Saldo und Rot für einen Fehlbetrag. Fehlt eine notwendige Zahl, wird der Stand als offen gekennzeichnet.

Die Ergebnisse gelten für die jeweils offengelegten Rechenannahmen. Sie bilden die Grundlage weiterer Forschung und des gemeinsamen Nachrechnens.

Das begleitende Buch

Natürlich Denken – Wege aus dem Nebel

Das Buch begleitet unser Forschungsprojekt. Die Forschungsfassung vom 25. Oktober 2026 umfasst 57 Seiten. Der neue Abschnitt zu Hermann Josef Abs steht auf den Seiten 18 und 19. Es verbindet die Geschichte des Geldes mit Fragen zu Menschenwürde, Wirtschaft und Lebensraum. Die Forschungsfragen und Überlegungen sollen auch für junge Menschen ab etwa zwölf Jahren verständlich sein.

Das PDF öffnet sich in einem neuen Tab und kann dort gelesen oder heruntergeladen werden.

Geschichte verstehen – Zusammenhänge erkennen

Historische Geld- und Wirtschaftsideen eröffnen unterschiedliche Blickwinkel. Zu den Themen des Forschungsprojekts gehören unter anderem Ibn Khaldun, al-Ghazali, Jakob Fugger, Silvio Gesell, Rudolf Steiners soziale Dreigliederung und das Kerbholz als historisches Mittel zum Festhalten von Ansprüchen und Verpflichtungen.

Auch die überlieferten Urkunden der Familiengeschichte gehören zur Betrachtung. Originaldokumente, ihre zeitliche Einordnung und die daraus gezogenen Deutungen werden voneinander unterschieden.

Die Bilder vom Teich, vom See und vom Wasserschlauch helfen dabei, Zu- und Abflüsse sowie die Bedeutung einer ausgewogenen Versorgung verständlich zu erklären.

kooperationen - menschen arbeiten gemeinsam an projekten fuer wohnen, lebensraum und gemeinschaft
Symbolbild: Menschen planen und gestalten gemeinsam

Die Menschen halten den Kreislauf in Bewegung

Am Ende sind es die Menschen, die den Wirtschaftskreislauf im Fluss halten: Sie arbeiten, bauen an, erzeugen, pflegen, reparieren, kaufen ein und geben ihr Wissen weiter. So werden aus Geldbewegungen Lebensmittel, Wohnungen, Versorgung und Leistungen, die wir täglich brauchen.

Auch große Unternehmen und die Vermögen der Superreichen entstehen im Zusammenspiel mit dieser Gesellschaft. Die Arbeit der Beschäftigten, die Nachfrage der Bevölkerung und gemeinsam geschaffene Infrastruktur tragen dazu bei. Deshalb fragt unser Forschungsprojekt: Wie kann der gemeinsam erwirtschaftete Wohlstand den Menschen wieder zugutekommen, die ihn ermöglichen?

Die eigentliche Stärke einer Wirtschaft sind ihre Menschen

Ein Gebäude baut sich nicht selbst. Eine Maschine entwickelt, betreibt und repariert sich nicht von allein. Hinter Sachwerten stehen menschliche Fähigkeiten, Lebenszeit, Zusammenarbeit und natürliche Ressourcen.

Unser Leitgedanke: Die Arbeitskraft und das Wissen der Bevölkerung sind mehr wert als eine Betrachtung, die nur Sachwerte als Sicherheit anerkennt. Menschen schaffen Neues, erhalten Bestehendes und machen wirtschaftliche Werte im Alltag nutzbar. Ihre Würde geht dabei über jeden Geldbetrag hinaus.

Für die Forschung bedeutet das: Neben Geld- und Sachwerten betrachten wir die Menschen, die reale Güter und Leistungen hervorbringen. Wir fragen, wie ein Geldkreislauf diese Grundlage stärkt und wie die gemeinsam geschaffenen Werte fair zurückfließen können.

natuerliche baustoffe - bauen mit holz, lehm, stroh und mineralischen materialien
Symbolbild: Natürliche Materialien als Grundlage für gemeinsam geschaffenen Lebensraum

Gemeinsam forschen

Diese Seite dient dem Austausch über das Forschungsprojekt unseres Vereins. Fragen, nachvollziehbare Korrekturen und ergänzende Quellen helfen, die Untersuchung weiterzuentwickeln.

Das Projekt ist ein eigenständiges Forschungsprojekt des Vereins. Es verbindet historische Betrachtungen, dokumentierte Daten, Modellrechnungen und offene Forschungsfragen.

Bearbeitungsstand der Seite: 25. Oktober 2026.

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