Eine theologische Betrachtung über Menschenwürde, Wahrheit und die Grenzen weltlicher Macht.
Die Übertragung der Bibelstellen auf heutige Institutionen gibt die persönliche Deutung des Autors wieder.
Foto: Aaron Burden / Unsplash
Gott erschuf den Menschen zu seinem Ebenbild. Das bedeutet: Der Mensch hat seine Würde, sein Recht und seine Existenzberechtigung direkt von seinem Schöpfer erhalten – lange bevor es Staaten, Zentralbanken oder Paragrafen gab.
Dieses Gebot verbietet nicht nur den Glauben an alte Götzen, sondern im modernen Sinn den Götzendienst vor Systemen und Institutionen.
Die Forderung nach Wahrheit gilt für jeden Menschen – im persönlichen Umgang ebenso wie in Politik, Behörden, Institutionen sowie im Finanz- und Rechtssystem.
Dieses berühmte Zitat Jesu wird oft missverstanden. Jesus hielt den Menschen damals eine Münze hin, auf der das Bild des römischen Kaisers eingeprägt war. Er sagte: Das bedruckte Metall gehört dem Kaiser, das könnt ihr ihm geben.
Die Gebote Gottes gelten für jeden Menschen. Jeder trägt vor dem Schöpfer Verantwortung für sein Handeln – auch Politiker und Menschen, die für Behörden oder Institutionen handeln. Kein Amt entbindet von dieser Verantwortung.
Die Zehn Gebote stehen in Exodus 20,1–17. Hier sind ihre Inhalte in eigenen Worten zusammengefasst; die Zählung unterscheidet sich je nach religiöser Tradition.